Das Projekt

Unterstützte Massnahmen

 

  • Zäune auf- und abbauen

  • Nachtpferche erstellen

  • Gras unter den Zäunen mähen

  • Kaputte Zäune reparieren

  • Flatterbänder anbringen

  • Herdenschutzhunde betreuen

  • Unterstützung beim Weidewechsel

  • Besucherinformation auf den Alpen

  • Überwachung der Herde

 

Ausgangslage

 

Im ganzen schweizerischen Alpenraum wächst die Wolfspopulation. In Graubünden ist die Population in der Surselva mit aktuell vier Rudeln am grössten. Die Präsenz des Wolfes stellt die Landwirtschaft vor neue Herausforderungen. Kleinviehhaltung ohne Herdenschutzmassnahmen ist im Streifgebiet der Wolfsrudel nicht mehr möglich, ohne ein hohes Risiko einzugehen, dass Nutztiere gerissen werden.
Um Betriebe bei der Bewältigung dieses Mehraufwands zu unterstützen, wollen wir mitanpacken. Das Pilotprojekt baut auf den Erfahrungen des eingestellten Projekts "Hirten-Hilfen" von WWF auf. Im Rahmen des Pilotprojekts werden vorerst nur Betriebe in der Surselva unterstützt. 

Ausbildung

 

Der Vorkurs wird von Fachexperten und ortsansässigen Landwirten geleitet. Im praktischen Teil der Ausbildung werden die Freiwilligen mit den gängigen Zaunsystemen vertraut gemacht und lernen, diese korrekt aufzustellen. Ausserdem lernen sie weitere Herdenschutzmassnahmen umzusetzen. Im theoretischen Teil vermitteln Fachleute Hintergründe zu Herdenschutz, Landwirtschaft und Beutegreifern. Der erste Ausbildungskurs findet auf einem Heimbetrieb statt, wo der Umgang mit Nutztieren und Herdenschutzhunden ebenfalls erlernt werden kann. Weitere
Ausbildungskurse finden zu einem späteren Zeitpunkt nach Möglichkeit auf einer Alp in der Surselva statt.
 
Für die ehemaligen «Hirten-Hilfen», die an diesem Projekt teilnehmen, wird ein eintägiger Auffrischungskurs vorausgesetzt.

Ziel

Freiwillige unterstützen Kleinviehhalter und Kleinviehhalterinnen bei ihrer täglichen Arbeit im Herdenschutz. Dadurch wird der Herdenschutz gestärkt, das Nebeneinander von Kleinviehhaltung und dem Wolf verbessert und das gegenseitige Verständnis zwischen der Stadt- und Bergbevölkerung vergrössert.

Ablauf

 

1. Ausbildungskurs:

Bevor die Freiwilligen an Betriebe vermittelt werden, bilden wir sie an einem zweitägigen Kurs aus. Beim Kurs lernen sie die Hintergründe des Projekts und des Herdenschutzes kennen. Im praktischen Teil üben sie, anerkannte Herdenschutzmassnahmen korrekt umzusetzen und erlernen den Umgang mit Hunden und Schafen.

 

2. Einsatz:

Die Einsätze variieren in Dauer und Ort. Von kurzen Tageseinsätzen auf Heimbetrieben bis zu mehrtägigen Einsätzen auf Alpen ist sicherlich für jede und jeden etwas dabei. Die Einsätze im Pilotjahr 2021 finden zwischen Mitte Mai und Ende September statt. 

In Zusammenarbeit mit